TURNIERSPORT – Willkommen bei Freunden

Die EWU Landesverbände planen und organisieren im gesamten Bundesgebiet jährlich über 250 Turniere aller Kategorien mit über 42.000 Starts. Vom Einsteiger bis zum Profi findet jeder ein passendes Turnier.

LEISTUNGSKLASSEN

Die Reiter der EWU sind in Leistungsklassen von LK 5 bis LK 1 eingeteilt. Der Aufstieg in eine höhere Leistungsklasse wird durch Erfolge erritten.

Der Einstieg in den Turniersport findet bei den D und E Turnieren statt. Hier starten vor allem Teilnehmer der Leistungsklassen 5 (Freizeitreiter, eine Mitgliedschaft ist noch nicht erforderlich) und 4 (Einsteiger).

In die LK 3 kann aufsteigen, wer genügend Aufstiegspunkte gesammelt hat, oder im Besitz des Westernreitabzeichen 3 ist.

In die LK2 gelangt man durch weitere Platzierungspunkte oder indem das Westernreitabzeichen 2 ablegt und sich dann auf Antrag in die LK2 einstufen lassen kann.

Die LK1 ist die höchste Leistungsklasse, sie erreicht man durch weitere Erfolge.

TURNIERKATEGORIEN

Es gibt bei der EWU fünf verschiedene Turnierkategorien:
E/D-Turniere: E-Turniere findet man auch unter dem Begriff„Play Days“, ideal für den Einstieg, Leistungsklasse (LK) 5 und 4
C-Turniere: Auf C-Turnieren findet man alle Leistungsklassen
B-Turniere: Landesmeisterschaften
A-Turnier: Wenn bei A-Turnieren der Zusatz A/Q steht, sind Qualifikationsturniere für die Deutsche Meisterschaft der EWU gemeint.
German Open: Deutsche Meisterschaft der EWU LK 1 und 2

REGELBUCH

Bereits seit 1980 hat die EWU ein eigenes Regelwerk erstellt. Dieses wird laufend aktualisiert und an die Anforderungen des modernen Turniersports angepasst.

Das aktuelle Regelbuch 2018, sowie weitere Regelbuchinfos und Formulare finden Sie HIER

Disziplinen der EWU

Spannend und vor allem abwechslungsreich gestaltet sich die Übersicht der Disziplinen, die der Westernreitsport zu bieten hat.

Die EWU bietet dabei für jeden Geschmack etwas an.

Lesen Sie hier, welche Besonderheiten die einzelnen Disziplinen ausmacht und worauf es dabei ankommt, wenn man beschließt diese auf dem Turnier zu reiten.

In dieser Geschicklichkeits-Prüfung müssen die Pferde mindestens sechs Hindernisse bewältigen. Beim Trail sind Nervenstärke, Vertrauen vom Reiter ins Pferd sowie auch das Vertrauen des Pferdes in den Reiter gefordert. Der Reiter muss zum Beispiel ein Tor öffnen und so durchreiten, dass eine Herde imaginärer Rinder auch nicht die geringste Gelegenheit hätte, ebenfalls das offene Tor passieren zu können. Ein anderes Hindernis ist die Brücke, die von dem Pferd vorsichtig, aber bereitwillig überquert werden soll. Auch müssen am Boden liegende Stangen, die man sich als Unterholz im Wald vorstellen kann, ohne Berühren in den verschiedenen Gangarten überschritten werden. Eine andere Übung ist das Rückwärtsrichten des Pferdes durch ein enges Stangen-L oder Stangen-U.

Das gute Trailpferd soll sich unerschrocken und überlegt jedem noch so seltsamen Hindernis nähern, es prüfen und dann ohne Verzögerung bewältigen.

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Bei der Horsemanship stehen die Leistungen des Reiters im Vordergrund. Zur Bewertung kommen unter anderem die Hilfengebung und die Haltung des Reiters während der einzelnen Lektionen. Die verlangte Einzelaufgabe muss sehr exakt ausgeführt werden, was auch eine enorme Kontrolle des Pferdes voraussetzt. Es sind keine spektakulären, dafür aber penibel nachzureitende Manöver, die verlangt werden.

Optional können die Richter ebenfalls einen zweiten Teil hinzufügen. Die Railwork. Die Railwork ähnelt dem Ablauf einer Western Pleasure, die noch zu 20 Prozent in die Wertung einfließen kann. Inzwischen wird die Railwork nur noch sehr selten in einer Horsemanship abgefragt.

Ein gut ausgebildetes Western Pleasure Pferd geht ruhig und gelassen am losen Zügel und ist aufmerksam gegenüber seinem Reiter und mit feinen Hilfen zu regulieren. Es soll, wie schon der Name der Prüfung sagt, seinem Reiter Freude machen.

In der Prüfung werden die drei Gundgangarten, die Bewegungsqualität und die Gesamterscheinung des Pferdes beurteilt.

Die Pferde werden in einer Gruppe in der Bahn vorgestellt, wobei schnellere Pferde innen überholen dürfen. Positiv bewertet werden Pferde, die am angemessen losen Zügel mit einer ihrem Exterieur entsprechenden entspannten Kopf- und Halshaltung flüssig und leichtfüßig vorwärts gehen. Das Pferd soll sich in allen Gangarten ruhig, aber mit untertretender Hinterhand sowie taktrein und gleichmäßig bewegen. Es soll einen freundlichen und willigen Eindruck machen.

Am Ende der Prüfung wird das Rückwärtsrichten verlangt, auch hierbei soll das Pferd mit minimalen Hilfen flüssig und gerade rückwärts treten.

Quelle: Die Westernreitlehre / FNverlag

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Das Ziel der neuen Disziplin Ranch Riding ist es, ein willig an den Hilfen stehendes Pferd zu präsentieren, welches auch in höheren Gangarten leicht zu kontrollieren ist.

So werden neben extended Trot und Lope auch andere Pflichtmanöver, wie Side-Pass, Galoppwechsel und das Überreiten von Stangen gefordert, um die Vielseitigkeit und Rittigkeit eines guten Ranch Pferdes herauszustellen. Eine leichte Zügelverbindung ist dabei gewünscht.

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Bei der Showmanship at Halter wird das Pferd an der Hand den Richtern vorgeführt. Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Fähigkeit des Vorstellers das Pferd angemessen und willig zu präsentieren. Durch minimale Hilfengebung soll das Pferd auf seinen „Reiter“ reagieren.

Neben der korrekten Aufstellung des Pferdes und der genauen Absolvierung der Aufgabe gehört auch der Pflegezustand von Pferd, Ausrüstung und Kleidung des „Reiters“ zu den Bewertungskriterien.

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Bei der Western Riding sind vor allem zahlreiche fliegende Galoppwechsel auf den Punkt genau zu absolvieren. Sie gehört zu den anspruchvollsten Disziplinen. Eine Western Riding bedeutet die Vorstellung eines sensiblen, losgelassenen und mühelos bewegenden Pferdes.

Pluspunkte werden vergeben für weiche, taktreine Gänge bei gleichbleibendem Tempo während der gesamten Aufgabe.

In der Reining wird ein sorgsam ausgebildetes Pferd verlangt, welches rasante Manöver wie die Sliding Stops (gleitende Vollbremsung auf der Hinterhand aus dem vollen Galopp), Spins (schnelle 360-Grad-Drehungen) und Roll-Backs (180-Grad-Wendungen auf der Hinterhand) willig ausführt. Die einzelnen Elemente der Reining sind Aufgaben, die das Pferd ursprünglich bei der Arbeit mit Rindern beherrschen musste.

Reining ist die einzige Westernreitdisziplin, die von der Internationalen Reitervereinigung anerkannt ist.

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Die Prüfung enthält Elemente aus den vier Disziplinen Reining, Ranch Riding, Trail und Western Riding. In dieser Disziplin sind vor allem sehr vielseitige Pferde gefragt, sogenannte Allrounder. Um in dieser Disziplin starten zu dürfen müssen die Pferde mindestens 7 Jahre alt sein.

Die Superhorse wird exklusiv von der EWU auf Turnieren angeboten.

Diese Rinder-Disziplin besteht aus zwei Teilen: Zuerst muss eine Reining-Aufgabe geritten werden, die sogenannte „Dry Work“. Anschließend wird zur „Fence Work“ ein Rind in die Bahn gelassen, das von Pferd und Reiter kontrolliert werden muss.

Der Reiter hat zwei Minuten Zeit, zunächst das Rind an der kurzen Seite der Bahn zu kontrollieren und es dann an der langen Seite mindestens ein Mal in jede Richtung gegen die Bande zu wenden. Zum Schluss muss der Reiter das Rind zu je einem Zirkel links- und rechtsherum dirigieren.

Working Cowhorse

Der Horse & Dog Trail ist bei der EWU seit  2014 als Disziplin mit Punktewertung anerkannt.

Die Grundlage dieser Disziplin ist der Tail, jedoch mit dem kleinen Unterschied, dass nicht nur das Pferd die Hindernisse bewältigen muss, sondern auch der Hund. Je nach Pattern (Aufgabe), muss das Herrchen den Hund erst vorschicken, Platz machen lassen und dann selbst die Aufgabe reiten oder umgekehrt. Einige Hindernisse wie Trab- und Galoppstangen werden auch gemeinsam und zeitgleich von Pferd und Hund absolviert.

Weiterhin kann diese Prüfung auch als Breitensportwettbewerb ausgeschrieben werden.

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LK3 Sport Award

Der LK3 Sport Award ergänzt ab 2018 den EWU Turniersportbereich.

Es nehmen automatisch und ohne besondere Mehrkosten oder Aufwand alle Turnierreiter der Leistungsklasse 3 A und 3 B teil. Die Jugendlichen und Erwachsenen werden separat ausgewertet. Der Sieger eines Landesverbandes wird mit der LK 3 Trophy geehrt und eingeladen, das Bundesfinale auf der German Open auszureiten. Hier haben die Reiter die Chance einen eigens für die diese Klasse entworfenen Sport Award zu gewinnen.

Jährlich wird eine andere Disziplin festgelegt, in der die Starter aller EWU C-, B-, A- und A/Q-Turniere in der LK 3 in einer gesonderten Punkteauswertung gemessen werden. Alle errittenen Punkte zählen einfach, auch auf B-, A- und A/Q- Turnieren. In die Wertung fließen nur Punkte der Turniere, die im eigenen Landesverband erritten wurden – es gibt keine Streichergebnisse. Stichtag zum sammeln der Punkte ist der 19.08.2018, danach sammeln die Reiter bereits für das Folgejahr. Zur Finalteilnahme auf der German Open qualifiziert sich jeweils eine bestimmte Pferd/Reiter-Kombination. Die neue Disziplin wird mit der Siegerehrung auf der German Open bekannt gegeben.

Die EWU übernimmt für die Finalritte die Office Charge sowie die Startgebühren.

Im Jahr 2018 ist die LK 3 Sport Award Disziplin die Ranch Riding.

Fairer Sport

Die EWU Deutschland hat die Regel des Tierschutzes zum Bestandteil des EWU Regelwerkes gemacht. Sie schafft damit eine national gültige, verbindliche Basis für den Pferdesport, frei von Doping und von der Anwendung verbotener Substanzen.

Die Bestimmungen der Anti-Doping und Medikamentenkontrollregeln, kurz ADMR 2010, dienen dazu, diesen Zielen gerecht zu werden.

Die Listen zu den verbotenen Substanzen und Gebissen, finden Sie HIER

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