Juli 25, 2018

Fairer Sport – dem Pferd zuliebe

Im EWU-Turniersport stehen Tierschutz und fairer Umgang mit dem Sportpartner Pferd an oberster Stelle.
Die EWU Deutschland orientiert sich bei ihren Bestimmungen an der Anti-Doping und Medikamentenkontroll-Regel, kurz ADMR, der Deutschen Reiterlichen Vereinigung FN.

Basiswissen zu den Anti-Doping- und Medikamentenkontroll-Regeln (ADMR) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN)

Was ist denn genau Doping? Wo liegt der Unterschied zur Medikation?

Unter Doping versteht man die Einnahme von unerlaubten Substanzen oder die Nutzung von unerlaubten Methoden zur Steigerung bzw. dem Erhalt der sportlichen Leistung.

Die Leitlinien des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (Arbeitsgruppe Tierschutz und Pferdesport) regeln die gesetzlichen Vorgaben des Tierschutzes:

Verboten ist es nach §3 des Tierschutzgesetzes (Auszüge)

  • „(…) einem Tier außer in Notfällen Leistungen abzuverlangen, denen es wegen seines Zustandes offensichtlich nicht gewachsen ist oder die offensichtlich seine Kräfte übersteigen (….)“
  • „(…)an einem Tier bei sportlichen Wettkämpfen oder ähnlichen Veranstaltungen Dopingmittel anzuwenden.“

Unerlaubte Medikation

Verknüpft man in der Regel mit dem Begriff Doping die (positive) Leistungsbeeinflussung von gesunden Sportpferden, so geht man bei der unerlaubten Medikation erst einmal von einer Leistungsminderung durch Krankheit der Pferde aus. Die Tiere werden medikamentös behandelt, um ihren „normalen“ Leistungsstand zu erreichen. Somit wird klar, dass auch die Medikation eine Leistungsbeeinflussung, wenn auch mit bester Absicht, nämlich der Behandlung einer Erkrankung, ist.

Selbstverständlich dürfen auch Sportpferden Medikamente bei einer Erkrankung verabreicht werden. Wenn es sich jedoch um Medikamente handelt, deren Inhaltsstoffe laut Medikations-Liste ADMR verboten sind, ist die Teilnahme an einem Wettbewerb nicht erlaubt. Hier gilt die „Nulltoleranz“oder Nulllösung, unter der man versteht, dass sich zum Zeitpunkt eines Wettbewerbes keine verbotene Substanz im Körper des Pferdes befinden darf.

Für die gängigsten Substanzen in der Pferdemedizin wurden von den Herstellern Nachweiszeiten ermittelt. Diese geben an, wie lang eine Substanz in bestimmten Dosierungen und bestimmten Gaben noch nachweisbar sind. Zusätzlich werden noch sogenannte Karenzzeiten angegeben. Unter Karenzzeiten versteht man einen zeitlichen Sicherheitszuschlag. Er berechnet sich aus der Zeit zwischen der Gabe des Medikaments und des Zeitpunkt des Turnieres. Diese ist jedoch nur als Empfehlung zu verstehen: „Sie beinhalten großzügig angesetzte Sicherheitsaufschläge, geben jedoch keine Garantie dafür, dass bei Berücksichtigung der Karenzzeiten ein positives Ergebnis bei einer Medikationskontrolle verhindert wird“, so der Ratgeber der FN.

Nulltoleranz

Die „Nulltoleranz“ im Reitsport ist so zu verstehen, dass zum Zeitpunkt des Wettkampfes keine verbotene Substanz im Körper des Pferdes vorhanden sein darf. Ob das Pferd zum Zeitpunkt der Kontrolle frei von verbotenen Substanzen ist, wird durch die Untersuchung von Urin oder Blut eines Pferdes oder gegebenenfalls durch anderes Probenmaterial nachgewiesen.

Gut zu wissen:Wichtig ist es auch noch, die Karenzzeit nicht mit der Wartezeit zu verwechseln. Die Wartezeit beschränkt die Zeit, nach der ein Tier nach Anwendung von Medikamenten und Substanzen, der Lebensmittelgewinnung dienen darf.

Die FN bietet eine kostenfreie App für die gängigsten Smartphones und Tablets zum Download an. Unter dem Menü-Punkt „Fairer Sport“ ist eine Suchmaschine integriert. Damit kann schnell überprüft werden, ob Substanzen und die Inhaltsstoffe im Futter entsprechend der ADMR erlaubt sind.

 

Fairer Sport mit dem Partner Pferd:

Jeder Turnierreiter sollte sich vor der Nennung auf einem Turnier über das Thema Doping und Medikation informieren und die nötigen Schritte zur Vermeidung vornehmen. Im Falle einer Erkrankung und Behandlung des Pferdes ist eine enge und offene Zusammenarbeit mit dem behandelnden Tierarzt unerlässlich- im Zweifelsfalle lieber einen Start ausfallen lassen.

Doping- und medikamentenfreier Sport – unseren Pferden zuliebe!

 

  Broschüre Fairer Sport FN

 

 

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